Liebe Eltern,

auf dieser Seite möchte ich Sie darüber informieren, wie das Johannes-Althusius-Gymnasium mit Schülern/-innen umgeht, die unter einer  Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) leiden. Die Beantwortung der folgenden Fragen soll Ihnen dabei helfen, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

 

Was ist LRS?

Niemand kann von Geburt an lesen und schreiben, beides muss man sich erst aneignen. Eine LRS entsteht  durch Probleme beim Erlernen dieser beiden Fertigkeiten. Die Gründe für diese Probleme können dabei von sehr unterschiedlicher Art sein. Eine LRS ist daher niemals angeboren, gegebenenfalls kann die Veranlagung dazu aber schon vor dem Grundschulalter liegen.

Da das Erlernen richtigen Lesens und Schreibens nicht an das Grundschulalter gebunden ist, kann es durch Änderungen des Verhaltens beim Lernenden, der äußeren Gegebenheiten, der Lernmethoden oder einer beliebigen Kombination dieser Faktoren auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Dieser Prozess soll in der Regel bis spätestens zum Ende der 10. Klasse abgeschlossen sein.

Die Hoffnung, dass eine LRS von selbst und ohne gezielte Unterstützung von allein verschwindet, ist leider nicht berechtigt. 

 

Was kann das JAG leisten?

Am JAG ist bekannt, dass es keinen Zusammenhang zwischen LRS und der Intelligenz des Betroffenen gibt, d.h. ein LRS-Schüler/-in ist grundsätzlich genauso geeignet, das Gymnasium zu besuchen wie jeder andere auch. Für alle Eltern, deren Kinder von LRS betroffen sind und auch für diejenigen, die lediglich vermuten, dass das der Fall sein könnte, finden daher jährlich Informationsveranstaltungen statt. Die Erziehungsberechtigten aller Fünftklässler erhalten im ersten Halbjahr der 5.Klasse eine Einladung zu einer ungezwungenen Gesprächsrunde mit Lerntherapeuten und Vertretern der Schule, um Fragen der Diagnose, Therapie, schulrechtliche Hintergründe usw. zu klären. Natürlich ist diese Gesprächsrunde auch für Eltern mit Kindern aus anderen Jahrgangsstufen zugänglich.  

 

Wo liegen die Grenzen des JAG?

Welchen Förderbedarf ein LRS-Betroffener hat, ist immer eine Einzelfall-Entscheidung. Welche Maßnahmen zum Nachteilsausgleich im Unterricht und u.U. bei der Leistungsbewertung getroffen werden, entscheidet die Klassenkonferenz. Betroffene durch Lehrkräfte zu therapieren liegt aber außerhalb unserer Möglichkeiten. Wir unterstützen Sie aber bei der Suche nach Therapeuten.

 

An wen kann ich mich wenden?

Gern bin ich Ihr Ansprechpartner in allen Fragen, die eine LRS betreffen, genauso wie die Klassenleitungen und die Lehrkräfte, die Deutsch unterrichten.

Sie erreichen mich jederzeit per Mail unter: wolrad.volkmann(at)jag-emden.eu.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wolrad Volkmann

Fachobmann Deutsch/LRS-Beauftragter

 

Stand: April 2020