Obwohl wir die Moorleiche aus Bernuthsfeld, kurz genannt „Bernie“, nicht im Museum angetroffen haben, war der Ausflug der Klasse 5d ins Ostfriesische Landesmuseum Emden mit ihren Lehrerinnen Frau Filus und Frau Lütten ein Erlebnis. Eindrucksvoll wurden die Kleidung und persönliche Gegenstände des vor 1200 Jahren Lebenden ausgestellt, und es war ebenfalls erstaunlich, wie viel durch moderne wissenschaftliche Untersuchungsmethoden über diesen Zufallsfund aus Tannenhausen inzwischen herausgefunden werden konnte. Durch unseren Besuch des Museumsgewannen wir nicht nur einen interessanten Einblick in unsere regionale Geschichte, sondern auch wie die ostfriesische Landschaft vor vielen Jahrhunderten ausgesehen hat. Darüber hinaus war natürlich ein Besuch in der Emder Rüstkammer und ein Aufstieg auf den Rathausturm unverzichtbar.
Im März wird „Bernie“ mit einer neuen Ausstellung aus den Niederlanden nach Emden zurückkehren, was vielleicht Anlass sein wird, das Olme wieder zu besuchen.
Der Mann von Bernuthsfeld („Bernie“) im Überblick
• Fundort: Der Leichnam wurde am 24. Mai 1907 zufällig von zwei Jugendlichen beim Torfstechen im Moor Hogehahn bei Tannenhausen (nahe Aurich) entdeckt. [1, 2]
• Alter: „Bernie“ lebte im späten 7. oder frühen 8. Jahrhundert (Frühmittelalter) und ist somit etwa 1200 Jahre alt. Er starb vermutlich im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren an den Folgen einer Arthrose sowie einer Rippenfellentzündung. [1, 2]
• Besonderheit: Außergewöhnlich gut erhalten ist seine wollene Kleidung (ein aus vielen Flicken zusammengesetzter Kittel), die wertvolle textilarchäologische Einblicke in die damalige Zeit liefert. [1]

