Olá aus Portugal 

Ich bin Ana Lauterjung und gehe in die 11d. Da man in der 11. Klasse ein Betriebspraktikum machen darf, und an unserer Schule die Möglichkeit besteht dieses mit der Unterstützung von Erasmus im Ausland durchzuführen, habe ich mich dazu entschieden mein Praktikum in Portugal, genauer gesagt in Lagos zu machen.

Lagos ist eine Stadt ganz im Südwesten von Portugal, an der Algarve und ist mit ihren Sandstränden und Felsküsten ein bekanntes Reiseziel. Zudem ist Lagos eine sehr historische Stadt, die erstmals im 4. Jahrhundert vor Christus erwähnt wurde und sich im 15. Jahrhundert zu einem wichtigen Hafen für die großen portugiesischen Seefahrer entwickelte. Die Stadt hat ca 33 Tausend Einwohner. Im Sommer verdoppelt sich diese Zahl durch Touristen fast, wodurch sich die Gesamtzahl der Personen auf rund 60 Tausend erhöht. Dies zeigt sich auch in zahlreichen Hotels und Restaurants, die sich in und um Lagos befinden.

Mich persönlich interessieren das Thema Tourismus und die Hotelbranche sehr, somit mache ich mein Praktikum in dem „Marina Club Lagos Resort“. Das Hotel ist sehr zentral, und liegt nah an der historischen Innenstadt von Lagos. Es liegt außerdem direkt am Yacht- und Fischereihafen, der in den nächsten Jahren aufgrund der steigenden Tourismuszahlen weiter ausgebaut wird.

Da ich in dem Hotel mehrere Bereiche kennenlernen darf, wurde mein Praktikum in 3 verschiedene Teile aufgeteilt: Housekeeping, Rezeption und Marketing.

In meinen ersten 3 Tagen durfte ich nun also im Housekeeping Bereich dabei sein. Am Mittwoch, meinem ersten Tag, kam ich um 9 Uhr ins Hotel und dort wurde ich erst einmal dem Team vorgestellt, mit dem ich die nächsten Tage zusammenarbeiten würde. Danach wurde mir das System erklärt, also wie die Reinigungen der Zimmer geregelt werden in Bezug auf An- und Abreise der Gäste und deren Aufenthaltszeiten. Des Weiteren wurde mir eine der Hauptaufgaben näher gebracht, das Überprüfen der gereinigten Zimmer. Dies muss immer vor dem Einzug eines neuen Gastes durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass das Zimmer in einem einwandfreien Zustand ist. Der Tag endet für mich in der Regel um 17 Uhr.

Am Donnerstag und Freitag ging es für mich um 10 Uhr mit zu der täglichen Besprechung. Hier besprechen die Abteilungen den Tagesablauf und wichtige Informationen zu Gästen. Es war für mich persönlich sehr spannend dabei zu sein, da man, wenn auch die Besprechungen nur ungefähr 10 Minuten gehen, schon mal einen kleinen Einblick in die anderen Abteilungen bekommt. An diesen 2 Tagen wurden mir außerdem noch andere Teile des Hotels vorgestellt, darunter der Spa-Bereich, Apartments und die Restaurants. Es ist also für die ersten 3 Tage ein sehr guter Bereich, um das Hotel kennenzulernen (und natürlich auch Erfahrungen in dem Bereich Housekeeping zu sammeln), bevor ich die nächste Woche an der Rezeption starte. 

Da fast alle der Mitarbeiter des Hotels vor allem aus Portugal und auch teilweise aus Brasilien kommen, sprechen auch alle untereinander und mit mir portugiesisch. Für mich ist dieses eine großartige Möglichkeit mein Portugiesisch zu verbessern. 

In der nächsten Woche kommt auch schon der 2. Blog, in dem ich euch dann von weiteren Aufgaben im Hotel erzähle. 

 

Nun ist auch schon die 2. Woche meines Praktikums in Lagos vorbei und ich habe in den vergangenen 5 Tagen viele neue Eindrücke gewinnen können. Wie bereits in meinem ersten Blog erwähnt, ist mein Praktikum in 3 Teile aufgeteilt. Die 2. Woche habe ich nun also an der Rezeption des Hotels verbracht. 

Am Montag fing es erstmal damit an, dass mir die Aufgaben an der Rezeption vorgestellt wurden, wobei die 2 wichtigsten Aufgaben, die Verwaltung der Buchungen und die Betreuung der Gäste sind. Das System der Verwaltung (Check-In/Check-Out, Reservierungen, Stornierungen), wurde mir auch direkt am ersten Tag erklärt. Außerdem durfte ich am Montag und am Dienstag auch wieder bei der täglichen Teambesprechung dabei sein, was für mich sehr interessant ist und mir hilft die Abläufe im Hotel besser zu verstehen. Nachdem mir die Vorgänge in der Rezeption erklärt wurden, konnte ich am Montag die Hotelmitarbeiter bei den Tätigkeiten beobachten. 

Am Dienstag durfte ich schon mitarbeiten und habe erlernen können, eigenständig Stornierungen, Check-Ins, Check-Outs und Reservierungen einzutragen und durchzuführen. Das Eintragen der Daten ist zwar umfangreich und wirkt vielleicht lästig, hat mir aber tatsächlich Spaß gemacht. Im Laufe der nächsten Tage kam es dann immer öfter dazu, dass ich selber auch Gäste beraten und ihnen auch helfen konnte. Nicht selten kam es auch vor, dass deutsche Gäste im Hotel waren, die sich dann darüber gefreut haben, sich auf deutsch austauschen zu können. Mit den Kollegen spreche ich fast ausschließlich portugiesisch, was zwar nicht ganz einfach ist, aber in der zweiten Woche schon immer besser klappt.

Das Wetter ist übrigens sehr schön, es sind meistens so um die 21 Grad. Und nach einer Woche, in der es etwas bewölkter war, erwartet uns jetzt zum Glück etwas mehr Wärme. Nach meinem Feierabend ist manchmal auch noch Zeit am Strand spazieren zu gehen. Der Atlantik ist allerdings noch sehr kalt, wenn man schwimmen möchte.

Die Woche ging sehr schnell vorüber und ich freue mich auf die nächste Woche in der Sales Abteilung. In einer Woche kommt der dritte und letzte Blog von meinem Auslandspraktikum, in dem ich euch dann wieder etwas über weitere Aufgaben im Hotel erzählen kann. 

Ein drittes (und letztes :( ) Mal: Olá aus Lagos 

Nun sind die zweieinhalb Wochen auch schon um und mein Praktikum ist leider zu Ende. 

Hiermit möchte ich mich auch bei dem Erasmus+ Programm und bei Herrn Remppis recht herzlich bedanken, die mich bei dem Ermöglichen des Auslandspraktikums unterstützt haben. 

Es war eine sehr tolle und interessante Erfahrung für mich und ich würde es auf jeden Fall jedem empfehlen sich Gedanken über ein Auslandspraktikum in der 11. Klasse zu machen. 

 Nun aber zu meiner letzten Woche. Es war so geplant, dass ich diese Woche in der Sales bzw. Marketing-Abteilung verbringe, jedoch ist ein Mitarbeiter dort kurzfristig ausgefallen und so bin ich Montag und Dienstag an der Rezeption geblieben. Da ich aber auch Spaß an der Arbeit an der Rezeption hatte, hat es mir nichts ausgemacht noch weitere 2 Tage dort zu sein. Am Mittwoch kam ich dann erstmals in die Sales Abteilung. Dort wurde mir dann, wie auch in den anderen Abteilen davor, erklärt was die Aufgaben sind und wie das System funktioniert. Interessant war auch wie das Hotel mit Reiseveranstaltern zusammenarbeitet. Die Sales Abteilung kommuniziert in der Regel nie mit den Gästen, dieses findet über die Rezeption oder den Reiseveranstalter statt. Eine wichtige Aufgabe der Abteilung sind Verhandlungen über Verträge und Tarife.

Ich fand es sehr interessant, diese andere Seite des Hotels kennenzulernen. Jedoch muss ich sagen, dass es als Praktikantin aufgrund der komplexeren Aufgaben und der Kürze der Zeit nicht so viel für mich zutun gab. 

Am Donnerstag wurden mir nochmal die Restaurants und die Bar gezeigt, diese kannte ich zwar schon, jedoch wurde mir nochmal erklärt, wie der Ablauf dort ist.

Eine weitere Station war der Spa Bereich. Die Aufgaben waren eine Mischung aus dem was ich an der Rezeption und bei der Housekeeping Abteilung gelernt habe. Es wurde also auch wieder mehr direkt mit den Gästen gearbeitet (wenn auch weniger als an der Rezeption), was mir persönlich sehr gefallen hat. 

 Am Freitag, dem letzten Tag, war ich dann nochmals an der Rezeption des Spa-Bereichs und habe die Gäste betreut, Buchungen entgegengenommen und die Sauberkeit kontrolliert. 

Nachmittags war dann leider auch schon Abschied angesagt. Ich habe in diesen zweieinhalb Wochen viel gelernt, darüber wie ein Hotel im Großen und Ganzen funktioniert und es hat mir auch sehr gefallen mit verschiedenen Menschen zusammengearbeitet zu haben. 

Ich werde nicht nur das Praktikum im Hotel sehr vermissen, sondern auch das, was ich in meiner Freizeit in Portugal gemacht habe. Oft bin ich am Strand oder auch in der Altstadt spazieren gegangen und an einem Abend war ich auch bei einer Fado Veranstaltung. Fado ist ein traditioneller portugiesischer Musikstil. 

Ein Praktikum im Ausland kann ich jedem nur empfehlen, weil man dadurch nicht nur neue Orte erkunden kann, sondern auch weil man dadurch Selbständigkeit erlernt, indem man in ein neues Land geht, Leute kennenlernt und mit ihnen zusammenarbeitet. Hinzu kommt die sprachliche Herausforderung. Das wirkt zunächst vielleicht beängstigend, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es im Nachhinein kein Problem war und viel Spass gemacht hat. 


Servus aus Wien! 

Ich bin Hannah aus der 11d und absolviere derzeit – dank der Unterstützung durch das ERASMUS+ Programm – ein Auslandspraktikum im EU-Ausland. Für mein Praktikum habe ich mich ganz bewusst für die wunderschöne Stadt Wien in Österreich entschieden, da mich sowohl die kulturelle Vielfalt als auch die Geschichte dieser Stadt schon immer fasziniert haben. 

Wien ist die Hauptstadt unseres Nachbarlandes Österreich und mit rund 2,04 Millionen EinwohnerInnen die größte Stadt des Landes. Besonders bekannt ist Wien für seine geschlossene und beeindruckende Architektur, die zahlreichen historischen Bauwerke sowie seine hohe Lebensqualität. Außerdem gilt Wien als kulturelles Zentrum Europas, was sich unter anderem in den vielen Museen, Theatern und Universitäten widerspiegelt. Die Stadt verbindet auf einzigartige Weise Tradition und Moderne, was sie besonders spannend macht.

Auch ich habe diese besonderen Merkmale bereits kennenlernen dürfen, denn seit Sonntag befinde ich mich nun in dieser historischen und zugleich zukunftsorientierten europäischen Metropole. Natürlich bin ich nicht zum Urlaub hier, sondern absolviere – wie alle SchülerInnen aus dem Jahrgang 11 – mein Praktikum. Mein Praktikumsplatz ist an der Universität für angewandte Kunst Wien („die Angewandte“) im Bereich der Philosophie.

Während ich diesen ersten Blogeintrag schreibe, habe ich bereits meinen ersten Arbeitstag hinter mir. Diesen möchte ich euch nun genauer schildern, um euch einen ersten Eindruck von meinem Alltag als Praktikantin an einer Universität zu geben.

Mein Arbeitstag begann um 10:00 Uhr morgens. Ich nahm die U-Bahn, die mich in die Nähe der Universität brachte. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das öffentliche Verkehrssystem in Wien sehr gut ausgebaut und leicht verständlich ist. Man kommt schnell und unkompliziert von einem Ort zum anderen, was den Alltag hier deutlich erleichtert.

Als ich an der Universität ankam, wurde ich zunächst freundlich begrüßt. Anschließend fand eine erste Besprechung statt, in der wir grob meinen Ablauf für die kommenden Tage geplant haben. Da ich mein Praktikum an einer Universität absolviere – was eher untypisch für ein Schülerpraktikum ist – habe ich keine festen Arbeitszeiten oder klar vorgegebenen Aufgaben wie in vielen anderen Betrieben. Stattdessen wurde ich gebeten, selbst einen Stundenplan zu erstellen, in dem ich festhalte, welche Workshops, Vorlesungen und Tätigkeiten ich besuchen beziehungsweise übernehmen möchte. Das gibt mir einerseits viel Freiheit, erfordert aber auch Eigenverantwortung und Organisation.

Meine nächsten Tage werden daher aus einer Mischung aus Workshops, Vorlesungen und Büroarbeiten bestehen. Gleichzeitig bleibt vieles offen, sodass auch für mich eine gewisse Spannung besteht, was genau auf mich zukommen wird. Genau das macht das Praktikum aber auch besonders interessant.

Nachdem ich meinen Stundenplan erstellt hatte, schlug meine Ansprechpartnerin vor, mir die Universität genauer zu zeigen. Wir machten eine ausführliche Tour durch verschiedene Gebäude und Räume. Dabei wurde mir deutlich, wie vielfältig die künstlerischen Möglichkeiten an dieser Universität sind. Es gibt zahlreiche spezialisierte Räume, die auf unterschiedliche kreative Arbeitsweisen ausgelegt sind.

Im Anschluss gingen wir auch ein Stück durch die Stadt. Dabei zeigte sie mir einige historische Gebäude und erklärte mir deren Bedeutung. So konnte ich nicht nur die Universität, sondern auch einen kleinen Teil Wiens besser kennenlernen, was ich sehr spannend fand.

Zurück im Gebäude der Philosophieabteilung – in dem sich auch die Universitätsbibliothek befindet, die wir zuvor besichtigt hatten – gingen wir gemeinsam in die Mensa, um zu Mittag zu essen. Danach kehrten wir in das Büro zurück und ich erhielt meine erste richtige Aufgabe.

Ich sollte einen literarischen Textauszug aus einem Buch im Internet recherchieren. Eine meiner Aufgaben während des Praktikums besteht nämlich darin, Studienmaterialien zu finden, zu organisieren und für Studierende zugänglich zu machen. Dafür suchte ich mithilfe von Suchmaschinen und Bibliothekskatalogen nach dem Autor, dem Titel oder einzelnen Kapiteln des Textes. Es war interessant zu lernen, wie viel Arbeit hinter der Bereitstellung von Lernmaterialien steckt und wie wichtig eine gute Organisation dabei ist.

Zusätzlich habe ich bereits einige Texte erhalten, die ich selbst lesen soll. Diese sind für die Studierenden verpflichtend und bilden die Grundlage für ein Seminar, das nächste Woche Donnerstag stattfinden wird. Besonders auffällig ist, dass viele Seminare auf Englisch abgehalten werden. Daher ist es eine wichtige Voraussetzung, Englisch gut zu verstehen und sprechen zu können, um dem Unterricht folgen zu können.

Mit dem Lesen und Bearbeiten dieser Texte habe ich auch direkt begonnen. Das Englischniveau ist dabei deutlich höher als beispielsweise in unserem Jahrgang am JAG. Dennoch macht es mir großen Spaß, mich dieser Herausforderung zu stellen und dabei neues Wissen zu erlangen.

Am späten Nachmittag war die Arbeit im Büro für meine Ansprechpartnerin beendet und sie fragte mich, ob ich sie noch zu einer Bibliothek begleiten möchte. Dort musste sie zwei CDs für kommende Seminare organisieren. Ich sagte natürlich zu, und gemeinsam fuhren wir mit der U-Bahn dorthin. Die CDs fanden wir schnell, sodass wir uns anschließend noch ein wenig in der Bibliothek umsehen konnten.

Damit ging mein erster Arbeitstag auch schon zu Ende. Danach nutzte ich die Gelegenheit, noch ein wenig allein durch die Stadt zu gehen und Wien weiter zu erkunden, bevor ich schließlich zurück in mein Hotel fuhr.

Mein erster Tag war insgesamt sehr aufregend und spannend, gleichzeitig aber auch zeitlich angenehm gestaltet. Ich hoffe, euch hat mein erster Blogeintrag gefallen! 

Bis ganz bald, 

Hannah

Nun ist bereits eine Woche vergangen, und ich melde mich erneut aus Wien. Die letzten Tage waren sehr spannend, und ich konnte viele neue Eindrücke sowohl von der Universität als auch von der Stadt selbst sammeln. Es ist nach wie vor eine sehr interessante und zugleich aufregende Erfahrung für mich.

Doch welche Erfahrungen habe ich denn nun machen dürfen, und was ist überhaupt in den letzten Tagen geschehen?

Also beginnen wir mit dem Dienstag, denn den Montag kennt ihr ja bereits. Mein Tag begann um 11:00 Uhr im Büro. Meine Ansprechpartnerin schickte mich sofort in die höhere Etage, wo eine spontane Schulung über die Grundkenntnisse zur Arbeit mit dem Bibliothekssystem stattfand. Dort lernte ich genauer, wie ich Literatur aller Art auf der Website der Universität finden konnte und auch, wie ich im nächsten Schritt ihre Verfügbarkeit prüfen konnte. Die Schulung war vor allem interessant, da sie sich mit den Grundlagen beschäftigte und somit auch ich als Anfängerin wirklich viel lernen konnte.

Danach entfiel leider eine Vorlesung, weswegen ich die Möglichkeit hatte, die Stadt noch ein wenig weiter zu erkunden, bis dann die nächste Vorlesung begann. Diese war meine erste richtige Vorlesung, die ich besucht habe, und auch wenn das Niveau sehr hoch war, fand ich sie sehr interessant. Sie handelte von dem Philosophen Hegel, und ich lernte viele neue Ansichten zu verschiedenen Themen kennen, wie zum Beispiel zu den einzelnen Epochen der Kunst oder auch zum eigenen Geist.

Weiter geht es mit dem Mittwoch, welcher ebenfalls spannend begann. Ich hatte die Möglichkeit, mich in der Abteilung für Mode und Design umzuschauen, denn auch diese Bereiche kann man an der Universität studieren. Ich bekam eine Führung durch die einzelnen Werkstätten und durfte mir erste Kreationen ansehen, welche dann im Sommer bei einer Runway-Show der Universität präsentiert werden. Außerdem erfuhr ich, dass von rund 200 Bewerbungen nur ungefähr 12 BewerberInnen angenommen werden. Vor allem sollte man viel Kreativität mitbringen, um diesen Studiengang ausüben zu dürfen, wurde mir gesagt.

Nachdem die Führung zu Ende war, ging ich zurück in das Büro, wo ich die amerikanische Professorin Kristin Ross kennenlernen durfte. Sie sollte an diesem Tag einen Workshop halten. Bevor dieser startete, half ich noch bei den letzten Vorbereitungen, und dann ging es auch schon los. Insgesamt dauerte er genau drei Stunden.

Sie sprach über verschiedene politische Themen, wobei der Fokus auf ihrem Buch “Communal Luxury” lag, und es gab zudem eine offene Diskussionsrunde mit ihren ZuhörerInnen. Der Workshop war sehr motivierend und interessant, da ihre Erzählungen von Dingen handelten, die ich zuvor im Detail noch nicht kannte, weshalb ich wirklich viel Neues lernen konnte.

Am Donnerstag hatte ich die Möglichkeit, mir die Hauptuni Wien anzusehen. Ich konnte viele interessante Studiengänge kennenlernen. Danach fand ein Bühnencheck im Auditorium statt, um sicherzugehen, dass der Vortrag von Kristin Ross stattfinden konnte, denn an diesem Abend sollte die Fortsetzung des Workshops stattfinden. Der Vortrag war wieder einmal sehr spannend, und danach war mein Tag auch schon beendet.

Am Freitag habe ich ein ausgedachtes Skript geschrieben, das den Aufbau eines Workshops beinhaltet.

Das war’s auch schon wieder von meinem Blog.

Bis nächste Woche

Hey! Nun schreibe ich euch vom Flughafen aus, weil ich heute schon wieder nach Deutschland zurückkehre. Obwohl ich mich sehr auf meine Freunde und Familie freue, werde ich die Praktikumszeit und die Stadt sehr vermissen. Hiermit möchte ich mich nochmal bei dem ERASMUS+ Programm bedanken, welches die Auslandspraktika fördert. Es war eine äußerst lehrreiche, aber auch spaßige Zeit.

Die letzte Woche verging leider sehr schnell, war aber wie auch die Woche davor sehr interessant. Ich beschreibe euch, wie auch in dem letzten Eintrag, die einzelnen Tage.

Somit beginnen wir mit dem Montag, er begann für mich um 11.00 Uhr mit einer Filmvorstellung. Ich durfte mit anderen Studierenden den Film ‚Germaine Acogny – The Essence of Dance‘ von Greta-Marie Becker ansehen. Welchen ich sehr empfehlen kann! Darauf erfolgte eine Fragerunde mit der Regisseurin. Danach führte ich ein Interview mit dem Professor für Philosophie, Jan Völker. Es verlief sehr gut und war ebenfalls spannend. Nach einer Pause von einer Stunde besuchte ich das Seminar über Materialismus.

Am Dienstag durfte ich die Fotografie-Abteilung der Universität besuchen, denn Fotografie kann ebenfalls an der Angewandten studiert werden. Im selben Gebäude fand ein Seminar statt, welches sich mit philosophischen Fragen über den Blick beschäftigte. Unteranderem ging es in den sechs Stunden (mein vermutlich längstes Seminar) über das Gemälde Las Meninas von Diego Velázquez. Besonders interessant fand ich über die vielen Details und auch Fragen, welches das Gemälde aufwirft, zu erfahren. Abschließend besuchte ich eine Runway Show der Modeklasse. Es war eine sehr spannende und neue Erfahrung. Dieses Event war vermutlich einer der tollsten Dinge, die ich in meinem Praktikum erleben durfte.

Mittwoch war dann auch bereits der vorletzte Tag meines Praktikums. An diesem Tag besuchte ich zwei Seminare. Beide fanden im Bereich der Philosophie statt und waren sehr interessant.

Dann kam der Donnerstag, mein letzter Tag des Praktikums an der Angewandten. Ich verbrachte den Vormittag im Büro, wo ich Bücher einscannte und Texte kopierte. Auch verabschiedete ich mit von meiner Ansprechpartnerin und Professor Völker. Danach besuchte ich mein letztes Seminar, welches von Plato und seinen Texten handelte. Es war ein sehr schöner letzter Tag an der Universität. Ich durfte so viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Ich könnte mir absolut vorstellen in Wien zu studieren und hoffe, dass ich nach meinem Abitur die Möglichkeit dafür finden werde.


Liebe Grüße aus Brüssel!

Ich bin Sofiia aus der 11с und absolviere derzeit mein Auslandspraktikum in Brüssel im Rahmen des Erasmus+ Programms. Schon lange hatte ich den Wunsch, praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln, weshalb ich mich ganz bewusst für ein Praktikum an einer internationalen Schule - „Bogaerts International School“ entschieden habe. Die Schule ist eine noch relativ junge internationale Schule, die erst vor wenigen Jahren gegründet wurde. Die Schule hat zwei Standorte (Campusse). Ich absolviere mein Praktikum am North Campus, wo ich den Schulalltag miterleben und die Lehrkräfte unterstützen darf. Die Schule selbst ist noch im Aufbau und hat deshalb weniger Schüler als unsere Gymnasium. In jeder Jahrgangsstufe gibt es nur eine Klasse, was die Atmosphäre deutlich persönlicher macht. Besonders interessant finde ich auch, dass die Schule sogar über ein eigenes Schwimmbad verfügt.

Besonders interessiert mich, wie der Schulalltag in einem internationalen Umfeld abläuft und wie Kinder aus verschiedenen Kulturen gemeinsam lernen.

Brüssel hat mich von Anfang an beeindruckt. Die Stadt ist unglaublich vielfältig – man hört überall verschiedene Sprachen und begegnet Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Genau diese Internationalität macht das Leben hier so spannend und besonders.

Mein Einstieg in das Praktikum verlief etwas anders als ursprünglich geplant, da sich die Ferienzeiten in Belgien von denen in Deutschland unterscheiden. Als ich in Brüssel angekommen bin, befand sich die Schule noch in den Osterferien. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, zunächst am sogenannten „Easter Camp“ teilzunehmen und mich langsam an den neuen Alltag zu gewöhnen.

Der Tagesablauf dort war sehr angenehm strukturiert: Der Tag begann relativ früh am Morgen und dauerte bis etwa 15 Uhr. Zwischendurch haben wir alle gemeinsam zu Mittag gegessen, was eine schöne Gelegenheit war, sich besser kennenzulernen und auszutauschen. Während des Tages habe ich die Kinder bei verschiedenen Aktivitäten begleitet – wir haben gespielt, gebastelt und gemeinsam Zeit verbracht. Dabei konnte ich bereits viele wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln. Insgesamt befanden sich acht Kinder im Camp – sie kamen aus aller Welt: Japan, Rumänien, Ukraine, Italien, Amerika und Iran.

Besonders schön fand ich, wie offen und freundlich alle waren. Obwohl ich neu war, habe ich mich sehr schnell willkommen gefühlt. Es war spannend zu sehen, wie Kinder aus verschiedenen Ländern miteinander umgehen und zusammen lernen.

Ab der diese Woche beginnt nun der reguläre Unterricht, da die Ferien vorbei sind. Ich freue mich sehr darauf, die Lehrkräfte im Klassenzimmer zu unterstützen und den Schulalltag an einer internationalen Schule noch intensiver kennenzulernen. Ich bin gespannt, welche neuen Erfahrungen mich dort erwarten.

Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich mich für dieses Praktikum entschieden habe. Es ist eine besondere Erfahrung, die mich nicht nur schulisch, sondern auch persönlich weiterbringt.

Ein weiteres besonderes Erlebnis während meines Praktikums war mein Besuch im Royal Museums of Fine Arts of Belgium in Brüssel. Schon lange wollte ich dieses Museum sehen, und ich habe mich sehr gefreut, dass ich nun endlich die Gelegenheit dazu hatte.

Besonders beeindruckt hat mich das Magritte Museum, das dem berühmten belgischen Künstler René Magritte gewidmet ist. Er arbeitete im surrealistischen Stil, bei dem Realität und Fantasie miteinander verbunden werden. Seine Werke wirken oft ruhig, gleichzeitig aber auch geheimnisvoll und etwas verwirrend. Beim Betrachten hatte ich häufig das Gefühl, dass sich hinter den Bildern noch eine tiefere, versteckte Bedeutung verbirgt. Besonders bekannt ist zum Beispiel das Werk Das Reich der Lichter, in dem ein heller Tageshimmel mit einer nächtlichen Szene kombiniert wird. Dieser Kontrast hat mich sehr fasziniert.

Auch die klassischen Sammlungen im Museum haben mich sehr beeindruckt. Die großen Säle, die besondere Atmosphäre und die vielen bedeutenden Werke haben mir das Gefühl gegeben, mitten in der Kunstgeschichte zu stehen. Ein sehr bekanntes Gemälde, das ich gesehen habe, ist Der Tod des Marat von Jacques-Louis David. Es zeigt den französischen Revolutionär Marat kurz nach seinem Tod. Das Bild wirkt gleichzeitig ruhig und traurig und hat mich durch seine Einfachheit und starke Ausdruckskraft sehr beeindruckt.

Besonders die Skulpturen haben mich ebenfalls berührt, da sie unglaublich lebendig und emotional wirken. Man hat fast das Gefühl, dass sie sich bewegen könnten.

Insgesamt war dieser Museumsbesuch für mich nicht nur interessant, sondern auch sehr inspirierend. Es war eine schöne Abwechslung zu meinem Praktikumsalltag und hat mir noch einmal gezeigt, wie vielfältig und kulturell reich Brüssel ist.

Bis bald!

Sofiia

Ich möchte euch gerne einen Einblick geben, was in den letzten Wochen passiert ist.

Am ersten Tag in der Schule wurde ich herzlich von den Lehrkräften und der Schulleitung empfangen. Alle waren sehr freundlich zu mir, so dass ich mich sofort wohlgefühlt habe. Anschließend lernte ich meine Klasse kennen, eine dritte Klasse der Grundschule. Der Unterricht begann direkt, und ich konnte von Anfang an den Schulalltag miterleben. Meiner Meinung nach unterscheidet sich das Lernen an dieser Schule etwas von anderen Schulen, da es teilweise andere Regeln und Strukturen gibt.

Der Schultag begann jeden Morgen um 8 Uhr und endete um 16 Uhr. Dieses lange Unterrichtsmodell galt für alle Schülerinnen und Schüler, sowohl für die Grundschule als auch für die Oberstufe. Das fand ich besonders interessant, da der Schultag dadurch sehr strukturiert und intensiv war. In meiner Klasse gab es zwei Lehrkräfte sowie einen Assistenten für einen Schüler mit Autismus, der zusätzliche Unterstützung benötigte. Dadurch war ich praktisch die vierte Person im Unterricht. Meiner Meinung nach war dies teilweise etwas zu viel, da viele Kinder auch selbstständig arbeiten konnten.

Ich habe versucht, mich gut in die Klasse zu integrieren und ein Teil der Klassengemeinschaft zu werden, um möglichst hilfreich zu sein. Während meines Praktikums unterstützte ich die Lehrkräfte bei verschiedenen Aufgaben. Ich bereitete Materialien für den Unterricht vor, korrigierte Mathematiktests und verbrachte Zeit mit den Kindern in den Pausen. Außerdem war ich in einigen Pausen für die Aufsicht mitverantwortlich. Mit der Zeit bemerkte ich auch, wie sich das Verhältnis zu den Kindern veränderte. In den ersten Tagen, oder sogar in der ersten Woche, hatte ich das Gefühl, dass die Schülerinnen und Schüler mir gegenüber noch etwas zurückhaltend waren und mir nicht vollständig vertrauten. Sie suchten zunächst weniger den Kontakt zu mir. In der zweiten Woche konnte ich jedoch eine deutliche Veränderung beobachten. Die Kinder begannen, mir mehr zu vertrauen, stellten Fragen und baten mich um Hilfe. Sie waren offener im Umgang mit mir und zeigten Dankbarkeit für meine Unterstützung und meine Ratschläge. Auch die Lehrkräfte bemerkten diese Entwicklung. Sie sahen, dass sie sich auf mich verlassen konnten, und übertrugen mir zunehmend mehr Verantwortung, zum Beispiel bei der Betreuung der Klasse oder bei verschiedenen Aufgaben im Unterricht.

Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Unterrichtsmethoden, zum Beispiel im Fach Mathematik. Die Schülerinnen und Schüler behandelten das Thema Division, jedoch auf eine andere Weise, als ich es kannte. Für mich war das eine interessante Erfahrung, da ich bereits ähnliche Unterschiede bemerkt hatte, als ich aus der Ukraine nach Deutschland gekommen bin, insbesondere bei mathematischen Lösungswegen wie Gleichungen. Anfangs wollte ich einem Kind helfen, konnte dies jedoch nicht, da die Methode mir unbekannt war. Nachdem mir die Lehrkräfte den Lösungsweg erklärt hatten, konnte ich die Kinder besser unterstützen, wofür sie sehr dankbar waren.

In dieser Woche gab es ein besonderes Thema: „Lieblingsbuch“. Die Schülerinnen und Schüler sollten ihr Lieblingsbuch vorstellen, eine Zeichnung des Covers oder einer Figur anfertigen und erklären, warum ihnen dieses Buch gefällt. Am Freitag verkleideten sich sowohl die Kinder als auch die Lehrkräfte als ihre Lieblingscharaktere und verbrachten den ganzen Tag in diesen Kostümen. (Unten könnt ihr Foto von meine Klasse finden.) Nach dem Mittagessen fiel der reguläre Unterricht für die Grundschule aus. Stattdessen nahmen die Kinder an verschiedenen Aktivitäten teil, die von den Lehrkräften organisiert wurden. Einige bereiteten Ausmalbilder oder Brettspiele vor, andere planten sportliche Aktivitäten oder Spiele im Freien. Ich selbst organisierte eine Aktivität in der Bibliothek: Die Kinder erhielten eine Liste mit Buchtiteln und sollten diese in der Bibliothek finden. Sobald sie alle Bücher gefunden hatten, konnten sie an anderen Aktivitäten teilnehmen.

Die Schule insgesamt ist sehr groß und bietet verschiedene Programme für ältere Schülerinnen und Schüler an, die dort ihren Abschluss machen. Ich lernte viele Lehrkräfte kennen, die sehr offen und hilfsbereit waren und mich während meines Praktikums unterstützten. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, einen Unterricht in der sechsten Klasse zu besuchen, im Fach „Humanwissenschaften“, das Inhalte aus Geschichte und Geografie verbindet. Das Thema war der Klimawandel, was ich besonders interessant fand. Es war spannend, die Unterschiede zwischen der Grundschule und der Sekundarstufe zu beobachten. Obwohl nur wenige Klassenstufen dazwischenliegen, waren die Unterschiede für mich deutlich sichtbar.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Praktikum für mich eine sehr wertvolle und lehrreiche Erfahrung war. Ich konnte nicht nur einen realistischen Einblick in den Schulalltag an einer internationalen Schule gewinnen, sondern auch viele neue Eindrücke sammeln. Besonders wichtig war für mich die Erfahrung, mit Kindern zu arbeiten und zu sehen, wie sich Vertrauen mit der Zeit entwickelt. Außerdem konnte ich neue Unterrichtsmethoden kennenlernen und meine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Schülerinnen und Schülern verbessern. Insgesamt hat mir das Praktikum gezeigt, wie vielfältig und anspruchsvoll der Beruf als Lehrkraft ist, besonders in einem internationalen Umfeld. Es war eine sehr prägende Erfahrung, die mir auch für meine Zukunft viele neue Perspektiven eröffnet hat.

Abschließend möchte ich meine aufrichtige Dankbarkeit gegenüber Erasmus+ sowie allen Lehrkräften ausdrücken, die mich während meines Praktikums unterstützt haben.