Vielen Menschen ist der Name Anne Frank ein Begriff. Der eine oder die andere hat bereits Annes Tagebuch gelesen und erfahren, dass sie und ihre Familie sich bis 1944 in Amsterdam in einem Hinterhaus der Fabrik ihres Vaters versteckt haben und am 4. August 1944 verraten wurden. Anne Frank und alle Bewohner des Hinterhauses wurden deportiert. Anne starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs ist Anne Frank zum Symbol für Millionen von Jüdinnen und Juden geworden, die der rassistischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.
Seit 2017 ist der 12. Juni, Annes Geburtstag, ein bundesweiter Aktionstag an Schulen, um sich mit der Geschichte der Zeit des Nationalsozialismus zu befassen und den Holocaust und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es geht aber auch darum, darüber nachzudenken und sich auszutauschen, was Ausgrenzung und Rassismus bewirken und wie wichtig Freiheit und Demokratie sind. Die Klassen 7d, 6d und 8c haben die Möglichkeit genutzt, die im Rahmen des Anne Frank Tages erstellte interaktive Plakatausstellung über Annes Leben im Forum anzuschauen oder sich über die „Anne Frank Zeitung“ zu inormieren.
Der Jahrgang 6 besuchte am 13. Juni 2025 im Rahmen des Emder Filmfests „Das geheime Stockwerk“ des Münchner Regisseur Nobert Lechner. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie Kinder über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus aufklärt und sie zugleich vor unmenschlichen Details geschützt werden können. Aus der Perspektive von heute wird der Protagonist des Films in die Zeit des Nationalsozialismus versetzt und taucht mit seinem Publikum in eine fremde Welt ein. „Auf diese Weise können wir ein relevantes Thema filmisch erzählen, ohne jemals die kindliche Perspektive zu verlassen.“ (Norbert Lechner)
Mit dem Verlust der letzten Zeitzeugen wird das Dritte Reich von einer geteilten lebendigen Erinnerung zu Geschichte. Umso wichtiger ist unsere heutige Auseinandersetzung mit dieser Zeit, auch um Toleranz und Akzeptanz für andere Kulturen und Lebensgestaltungen zu stärken.




