Juniorforschungstage am ZARM in Bremen

Einen spannenden und lehrreichen Tag erlebten die 28 Schülerinnen und Schüler des 7./8. Jahrgangs bei den Juniorforschungstagen am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen.

Früh am Morgen ging es mit dem Zug von Emden nach Bremen. Nach der Ankunft am ZARM wurde die Gruppe in zwei Teilgruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe erhielt zunächst eine Führung durch das Forschungszentrum. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung des beeindruckenden 120 Meter hohen Fallturms von innen. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie dort Schwerelosigkeit erzeugt wird und welche Unterschiede zwischen den beiden Verfahren – dem freien Fall und dem Katapultstart – bestehen. Anschließend wurden zwei Experimente vorgestellt, die aktuell für Einsätze im Fallturm vorbereitet werden. Zum Abschluss der Führung besichtigte die Gruppe das sogenannte „Mars Habitat“ sowie den Nachbau eines Kontrollturms auf dem Mars und erhielt spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte.

Parallel dazu beschäftigte sich die zweite Gruppe in der „Marsbox“ mit einer besonderen Herausforderung zukünftiger Marsmissionen: der Gewinnung von Trinkwasser. Nach einer Einführung in die Bedingungen auf dem Mars und allgemeine Informationen über den roten Planeten arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen daran, künstlich hergestelltes „Marseis“ mit „Marssand“ zu recyceln, um daraus Wasser zu gewinnen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der sorgfältige Umgang mit Ressourcen im Weltall ist. Da Nachlieferungen auf den Mars äußerst schwierig und kostspielig wären, darf dort möglichst nichts verloren gehen.

Anschließend tauschten beide Gruppe, sodass alle Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die aktuelle Raumfahrtforschung sowie in die Herausforderungen zukünftiger Marsmissionen erhielten.

Zum Mittagessen ging es in die Mensa der Universität Bremen. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler ein wenig Campusluft schnuppern und einen Eindruck vom Universitätsleben gewinnen.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein des JAG, der durch die Finanzierung der Fahrt diesen erlebnisreichen Ausflug überhaupt erst möglich gemacht hat.