Das Johannes-Althusius-Gymnasium wurde erneut als „Europaschule in Niedersachsen“ ausgezeichnet. Laut Europa-Koordinator der Schule, Burkhard Remppis, würdigt das Land Niedersachsen damit die Weiterentwicklung des Europa-Profils der Schule mit zahlreichen Schüleraustauschprogrammen, europäischen Erasmus+-Partnerschaftsprojekten, Anpassung des Europa-Schulkurrikulums auf das G9-Abitur sowie die Ermöglichung von Sprachzertifikaten.

Auch wenn aufgrund der Corona-Krise im letzten Kalenderjahr keine Austauschfahrten stattfinden konnten, stehen das JAG und seine Austauschpartner in Frankreich und Spanien in den Startlöchern, um die Fahrten wieder aufzunehmen, sobald die Krise vorbei ist.

Ganz so lange wollten die Partnerschulen des laufenden Erasmus+-Schulpartnerschaftsprojekt des JAG mit dem Titel „Europeness- The Principles We Share“ nicht warten. Weil das ursprünglich für Dezember in Emden vorgesehene Projektreffen wegen Corona nicht stattfinden konnte, fand nun vom 8.-12. Februar 2021 ein Online-Projekttreffen statt. Eine Delegation von 13 Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10 des JAG traf sich auf einer von der isländischen Partnerschule bereitgestellten Microsoft-Teams-Internetplattform mit 38 gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern aus Frankreich, Portugal, Island und der Tschechischen Republik, um gemeinsam Zukunftsvisionen für die internationale Zusammenarbeit in Europa zu entwickeln.

Alle Schülerdelegationen hatten vorab Filme über die Bedeutung der EU für die eigene Heimatregion produziert, mit denen sie auf dem Online-Projekttreffen ihre Heimatregionen ihren Partnern vorstellten. Die Schülerinnen und Schüler des JAG zeigten dabei in ihren Filmbeiträgen die Bedeutung des Binnenmarktes und des Schengen-Raumes für das VW-Werk und den Tourismus in Ostfriesland auf sowie die Wichtigkeit des europäischen Natura-2000-Richtlinie für den Nationalpark Wattenmeer. Als weitere Hausaufgabe hatten die Schülerdelegationen Quizspiele zur EU vorbereitet, die immer wieder Abwechslung in das Onlinetreffen brachten.

Der Hauptschwerpunkt des Projekttreffens lag dann auf internationaler Teamarbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler der fünf Länder gemeinsam Zukunftsvisionen für die internationale Zusammenarbeit in Europa entwickelten. Dazu formulierten sie zum einen konkrete Forderungen an die EU und ihre Mitgliedsstaaten, die von einem Redaktionsteam zu einem Manifesto zusammengefasst und am Ende des Treffens in einer Videokonferenz von allen Teilnehmer*innen per Votum verabschiedet wurde. Besonders wichtig waren den Schülerinnen und Schülern dabei die Bekämpfung des Klimawandels, transparente Kommunikation und Bürgerbeteiligung, Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung und ethnischem Hintergrund sowie eine funktionierende Flüchtlingspolitik.