Dieser Fachgruppe gehören zur Zeit folgende Lehrerinnen und Lehrer an:

Frau Hecht

Herr Keppler

Seit März 2018 ist es möglich, Chinesisch als 3. Fremdsprache, also als eine sogenannte Wahlpflichtsprache, zu den bereits bestehenden 2 Fremdsprachen dazu zu wählen.

Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs können zum  2. Halbjahr, beginnend immer ab Februar, zunächst zweistündig Chinesisch anwählen.

Ab der 8. Klasse bis zur 10. Klasse findet der Unterricht dreistündig statt. In diesen 3 Jahren wird das Lehrwerk Tongdao (Buchner Verlag) benutzt. Chinesisch wird benotet und kann somit als Ausgleichsfach fungieren. Pro Halbjahr wird eine schriftliche Arbeit geschrieben.

Grundlage des Unterrichts ist die chinesische Hochsprache, Putonghua oder auch Mandarin genannt, die auch an chinesischen Schulen unterrichtet wird.

Chinesisch fordert die Schülerinnen und Schüler in ganz besonderer Weise, da es sich um ein völlig unbekanntes Sprachsystem mit Schriftzeichen und Tonalität handelt. Mithilfe der Umschrift Pinyin wird es dem Lernenden ermöglicht, die Schriftzeichen zu lesen.

Durch diese bisher unbekannten Anforderungen verzögert sich der Lernfortschritt im Vergleich zu anderen Schulfremdsprachen.

In Klasse 7 werden einfache Dialoge aus dem Bereich Familie und Alltag vermittelt. Der Schwerpunkt liegt hier auf der kommunikativen Kompetenz. Von Anfang an werden die SchülerInnen ermutigt zu sprechen. Die Dialoge sind altersgerecht, graphische Darstellungen erleichtern das Verständnis. So können die SchülerInnen nach dem ersten Halbjahr einfachste Dialoge zum Befinden und zur Familie sprechen. Außerdem sind die SchülerInnen in der Lage, die lateinische Umschrift - Hany Pinyin - zu lesen. Die Tonalität der Silben bildet mit ihren 4 unterschiedlichen Tönen eine besondere Herausforderung, die jedoch durch viele Wiederholungen bekannter Schemata schrittweise gemeistert wird.

Schriftzeichen bilden von Anfang an einen weiteren Schwerpunkt im Unterricht. Für die ersten Schriftzeichen werden Strichreihenfolge und Strichrichtung genau vorgegeben. Nach und nach entwickeln die SchülerInnen hier eine gewisse Sicherheit und Routine. Ziel ist es, dass die SchülerInnen eine begrenzte Anzahl von Schriftzeichen auch ohne Pinyin lesen und ggfs. schreiben können. Die Anzahl der Schriftzeichen, die die SchülerInnen beherrschen, liegt deutlich unter dem erlernten mündlichen Wortschatz.

Ab Jahrgang 8 wird dann das Lehrwerk Tongdao eingesetzt. In diesem Lehrwerk wird die aktuelle Lebenswelt der SchülerInnen gut nachempfunden. Das verwendete Vokabular entspricht der Lebenswirklichkeit der SchülerInnen. Schwerpunkte bilden hier Familie, Schule, Freizeitbeschäftigungen, zu Gast in China, in China unterwegs, jeweils mit dem Ländervergleich zur interkulturellen Handlungskompetenz.

Am Ende der 10. Klasse sollten die SuS in der Lage sein, in einfachen Sätzen über sich selbst Auskunft zu geben, Bedürfnisse zu äußern und auf Fragen aus den Bereichen des täglichen Lebens zu antworten. Parallel zu den Lektionen werden landeskundliche Themen erarbeitet, um das interkulurelle Handeln, was mit dem sprachlichen Austausch einhergeht, zu ermöglichen.

Auch der Sprachunterricht in Chinesisch an niedersächsischen Gymnasien orientiert sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen und den dort definierten Standards. Die bis zum Ende der 10. Klasse erworbenen Fähigkeiten in dieser asiatischen Sprache sollen die SchülerInnen zu einen neugierig machen auf mehr, die SchülerInnen sollen zum selbstständigen Weiterlernen angeregt werden, zum anderen soll eine interkulturelle Sprachhandlungsfähigkeit erworben werden.

Die SchülerInnen sollten in der Lage sein, sich mithilfe der Lehrkraft auf eine HSK Prüfung (Hanyu Shuiping Kaoshi - ein Sprachtest ähnlich dem Toefl Test) außerhalb des Unterrichts vorzubereiten. Ein solcher Test kann in dem entsprechend hohen Niveau zum Zugang zu einer chinesischen Universität berechtigen.

  • Chinesisch ist die meist gesprochene Muttersprache der Welt, schon heute ist es auch die meist benutzte Sprache im Internet.
  • Chinesisch wird auch in anderen Ländern Asiens gesprochen und ermöglicht besonders über die Schrift einen Zugang zu etlichen Länder, wie Singapur, Taiwan, Korea, Thailand und sogar Japan.
  • Chinesisch wird durch die wachsende Bedeutung Chinas in der Welt immer wichtiger, ökonomisch, politisch und auch ökologisch.
  • Chinesisch ermöglicht einen Einblick in die Traditionen und Denkweisen des Landes und seiner Bevölkerung, interkulturell werden philosophische Grundlagen der westlichen Welt und Chinas verglichen
  • Chinesisch bietet fächerübergreifend einen Einblick in die chinesische Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht.  
  • Chinesisch fördert die Kompetenz des interkulturellen Handelns.
  • Chinesisch ist gerade für deutsche Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf berufliche Perspektiven interessant, da es im internationalen Vergleich immer noch recht wenig Chinesischlerner in Deutschland gibt.
  • Chinesisch wirkt als Türöffner bei vielen Unternehmen und Betrieben. In der Lebenswirklichkeit der heutigen Zeit werden gerade im ökonomischen Bereich Kultur- und Sprachgrenzen immer häufiger überschritten.
  • Chinesisch fördert andere Denk- und Wahrnehmungsstrukturen, weil die Sprache sich in Schrift, Sprachentwicklung und Tonalität von den bisher erlernten europäischen Fremdsprachen wesentlich unterscheidet.

Seit 2019 hat das JAG eine Partnerschule in China, genauer gesagt in Tangqi, einem Stadtteil von Hangzhou. Im August 2019 war zum ersten Mal eine Gruppe chinesischer Schülerinnen und Schüler zu Gast am JAG.

Die erste Gruppe der Chinesischlerner war selbstverständlich am Austausch beteiligt. Die Gäste aus China nahmen am Unterricht teil, außerdem fanden etliche Ausflüge mit den deutschen SchülerInnen zusammen statt, so gab es einen Empfang im Rathaus, einen Tag auf Borkum, eine Besichtigung des VW-Werks und der Emder Hochschule. Die chinesischen SchülerInnen waren in deutschen Gastfamilien untergebracht, und es gab viele Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch, was sprachlich nicht immer ganz einfach war.

Dieses Austauschprojekt wird ungefähr 9 Monate vorbereitet. Die SchülerInnen, die Interesse an einem Austausch mit China haben, treffen sich ungefähr einmal im Monat nachmittags, um in Präsentationen etwas über Geschichte , Kultur, Politik und Gesellschaft des Landes zu erfahren. Außerdem werden in diesen Treffen natürlich alle organisatorischen Dinge besprochen.

Der Austausch findet alle zwei Jahre statt. Also ist die nächste Fahrt für den Oktober 2021 geplant. Ein Bericht über die Fahrt im Oktober 2019 findet sich auf der Homepage.

Höhepunkt des Projektes ist auf jeden Fall die Fahrt nach China zu der Partnerschule. Es gibt eine Reisewoche und eine Woche in der Gastschule. Die Fahrt im Oktober 2019 wurde zusammen mit den SchülerInnen des Ubbo-Emmius-Gymnasiums in Leer gestaltet.  Voraussichtlich wird die Fahrt wieder in den Herbstferien beginnen und eine Woche in der Schulzeit liegen.

Für die Planung und Durchführung sind Herr Klöcker, Frau Schäfer und Frau Hecht Ansprechpartner.

 

Stand: Oktober 2020