Warum nicht alle Abiturienten in der Zeitung stehen

Aus aktuellem Anlass geben wir einen kleinen Einblick in die tägliche Arbeit am Johannes-Althusius-Gymnasium. Dem aufmerksamen Zeitungsleser ist es sicherlich aufgefallen: Wir vermelden 117 Abiturientinnen und Abiturienten, in der Zeitung stehen aber deutlich weniger Namen. Hat da die Redaktion der Zeitung oder die Schule etwas oberflächlich gearbeitet? Unser Oberstufenkoordinator Herr Ulrichs beantwortet diese Vermutung mit einem klaren "Nein". Bei jeder Namensnennung benötigt das JAG die Einwilligung der Betroffenen. Dies mag in einem Fall wie der Mitteilung über das erfolgreiche Abitur etwas kleinkariert erscheinen. Beim zweiten Nachdenken stellt sich die Sache dann doch nicht so eindeutig dar. Grundsätzlich steht es jedem frei, über die Veröffentlichung seines Namens zu entscheiden. Die Gründe für eine Nichtveröffentlichung sind dabei für die Schule unerheblich, können aber im Einzelfall von großer Bedeutung sein, wie etwa im Falle des Ausschlusses des Umgangsrechts durch ein Familiengericht. Wie alle Schulen fragt das JAG daher immer explizit nach einer Einwilligung. Beim Ausfüllen von Formularen können Fehler unterlaufen. Deshalb versichert sich die Schule zudem nochmals telefonisch bei allen Personen, die einer Veröffentlichung widersprochen haben, damit niemand versehentlich nicht genannt wird. Erst dann verlässt eine Pressemeldung über unsere Abiturientinnen und Abiturienten das JAG.